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Der Begriff Bergtod setzt ein Selbstverständnis der bergsteigenden Protagonisten als Alpinisten voraus. Der tödliche Bergunfall erhält dadurch eine heroisch- mythische Dimension. Die Arbeit nimmt ihren Ausgang in der Phase begeisterter Neugründungen alpiner Vereinigungen um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Bergunfälle werden vor dem Hintergrund ihres Auffassens, Erkennens und Beurteilens durch die Bergsteigervereinigungen betrachtet. Die herangezogenen Unfallberichte stammen vorrangig aus Unfallanalysen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins. Der Alpenverein agiert dabei im Spannungsfeld zwischen bergsteigerischen Einzelunternehmungen und alpintouristischen Interessensbekundungen. Die Gefahr wird als Stimulus für gewagte Touren, aber auch als existenzielle Bedrohung des Wirtschaftszweiges ,,Fremdenverkehr" wahrgenommen. Ein reguliertes Risikomanagement soll bedürfnis- und interessensübergreifend funktionieren. Statistiken tödlicher Unfälle werden somit zum Gradmesser für Sicherheit und Gefährlichkeit, sind Grundlage für die Bildung von Kategorien, Unfallhergang und Tourenverzeichnisse der abgestürzten Menschen entscheiden über die alpinistische Wertigkeit ihres Unfalltodes. Die Untersuchung ist historisch angelegt und beruht im wesentlichen auf einer kritischen Analyse alpiner Periodika.
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