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Vierundzwanzig Schubladen. Dreiundzwanzig lassen sich öffnen.
Als Maren Falkner das Haus ihrer Großmutter in einem abgelegenen Osttiroler Tal erbt, will sie nur aufräumen und verkaufen. Auf dem Dachboden findet sie einen handgeschnitzten Adventskalender, älter als jede Erinnerung im Dorf. In jeder Schublade liegt ein Gegenstand und ein Zettel in der Handschrift der Toten. Die vierundzwanzigste ist mit einem geschmiedeten Nagel zugenagelt.
Die Anweisungen sind knapp und ohne Begründung. Leg die Spindel auf den Tisch. Mach kein Licht. Sag nichts, wenn es klopft.
Maren glaubt nicht an Gespenster. Sie misst nach, sie prüft, sie notiert - und Tag für Tag stimmen die Zahlen. Im Dorf grüßt man freundlich und weicht ihren Fragen aus. Niemand sagt ihr, warum am Heiligen Abend in dreiundzwanzig Häusern das Feuer brennt.
Und warum in ihrem nicht.
Ein Abkommen aus dem Jahr 1847. Vierundzwanzig Tage Zeit. Und eine Unterschrift, die noch fehlt.
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