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Ilse Aichinger, 1921 in Wien geboren, wurde - nachdem bereits 1948 ihr Roman »Die größere Hoffnung« erschienen war - Anfang der 1950er Jahre mit ihren Erzählungen berühmt, »Erzählungen in einer so noch nie gehörten Sprache, subversiv bis auf den Grund« (Brita Steinwendtner). Für ihre Geschichten, Gedichte, Szenen, Dialoge und Hörspiele erhielt sie in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Auszeichnungen - angefangen 1952 mit dem Preis der Gruppe 47. Während der 1970er Jahre jedoch schrieb Ilse Aichinger immer weniger und immer abstrakter, bis sie schließlich vorübergehend völlig verstummte. Erst 15 Jahre später begann sie wieder zu schreiben: Kolumnen und Feuilletons in einer vollkommen veränderten Sprache. »Nie war ihr Schreiben so angriffig, aggressiv gar, nie so leicht und frei«, resümiert Simone Fässler. Der Band enthält mit Tagebuchnotizen aus dem Jahr 1945 und einem Rundfunkfeuilleton bisher unveröffentlichte Texte von Ilse Aichinger. Die Beiträge verfolgen Aichingers schriftstellerische Arbeiten von den Anfängen bis zum »späten Glück« ihres Werkes der letzten Jahre. Mitarbeiter sind u.a. Roland Berbig, Elke Erb, Walter Erhart, Simone Fässler, Franz Hammerbacher, Klaus B. Kaindl, Samuel Moser, Monika Schmitz-Emans, Brita Steinwendtner und Uljana Wolf.
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