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Er tötete mehr britische Bürger als jeder andere Verbrecher in der Geschichte. Und seine Patienten liebten ihn.
Harold Shipman war Hausarzt in einer kleinen Stadt im Norden Englands. Er trug eine Brille. Er hatte einen Bart. Er machte Hausbesuche. Er kannte Ihren Namen, fragte nach Ihren Enkelkindern und ließ sich für jeden Termin Zeit. Nach jedem Maßstab, der den Menschen in Hyde wichtig war, war er der beste Allgemeinmediziner, den sie je gehabt hatten.
Er injizierte ihnen außerdem tödliche Dosen Diamorphin und sah ihnen dabei zu, wie sie in ihren Sesseln starben.
Zweihundertfünfzehn bestätigte Tötungen. Wahrscheinlich mehr. Im Laufe von dreiundzwanzig Jahren beging ein unscheinbarer Mann im weißen Kittel den schlimmsten Serienmord der modernen britischen Geschichte, und niemand hielt ihn auf. Nicht die Polizei. Nicht der National Health Service. Nicht der General Medical Council. Nicht die Apotheker, die seine Rezepte einlösten. Nicht die sechs Ärzte, die seine Kremationsformulare gegenzeichneten. Nicht die Leichenbeschauer. Nicht die Kollegen, die sich über seine hohe Sterberate lustig machten, ihn hinter seinem Rücken „Dr. Tod" nannten, dann darüber lachten und nach Hause zum Abendessen gingen.
Shipman Decoded geht über die Fakten hinaus und dringt in den Verstand ein. Dies ist keine Biografie. Dies ist eine psychologische Obduktion des gefährlichsten Mannes, der je ein Stethoskop in der Hand hielt, geschrieben von Craig Beck mit jener unverblümten Ehrlichkeit, jenem schwarzen Humor und jenem messerscharfen Scharfsinn, den seine Leser inzwischen erwarten dürfen. Von Shipmans Kindheit in Nottingham und dem Tod seiner Mutter bis hin zu dem gefälschten Testament, das ihn schließlich zu Fall brachte, zeichnet dieses Buch die Entstehung eines Mörders nach und stellt die Fragen, die die Schlagzeilen nie beantwortet haben.
Warum hat er es getan? Wie wählte er seine Opfer aus? Was ging in seinem Kopf vor, während er am Küchentisch einer sterbenden Frau saß und ihren Tee trank? Warum versagte jedes System, das geschaffen wurde, um Menschen wie ihn zu fassen, so vollständig? Und was sagt seine Geschichte über die Art aus, wie wir vertrauen, wie wir uns unterordnen, und über die gefährlichen Annahmen, die wir über jene Menschen treffen, die Macht über unser Leben haben?
Wenn Sie glauben, die Geschichte von Shipman zu kennen, dann kennen Sie sie nicht. Nicht, bevor Sie dieses Buch gelesen haben.