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Kurt Weill, dessen Schaffen sich vor allem im Bereich des Musiktheaters entfaltete, wo er sich als ungemein produktiver und wegweisender Neuerer erwies, hinterließ auch eine kleinere Anzahl von Instrumentalwerken für den Konzertsaal. Das Konzert für Violine und Blasorchester op. 12 entstand im Frühjahr 1924. Besetzt mit doppelten Flöten, Klarinetten, Fagotten und Hörnern sowie jeweils einer Oboe und Trompete, dazu Schlagwerk und vier Kontrabässe, besteht das Konzert aus drei Sätzen. Noch während der Arbeiten an dem Werk schrieb Weill dem Verlag: "Das Stück ist angeregt durch den - bisher noch nie ausgeführten - Gedanken, die konzertante einzelne Violine einmal einem Bläserchor gegenüberzustellen." (...) Der kammerorchestrale Charakter des Weillschen Violinkonzerts, bei dem die Bläser häufig solistisch agieren, bewirkt eine Transparenz bzw. Durchhörbarkeit des Stückes, die ein extrem präzises Zusammenspiel erfordert. Zudem müssen die schärfer konturierten Bläser alle dynamischen Nuancen ausloten, um einen möglichst ausgewogenen Gesamtklang zu erreichen. Der Solopart ist nicht nur im Spieltechnischen anspruchsvoll, sondern auch VIII im Klanglichen (d. h. es gilt, den Part "zum Klingen" zu bringen). Trotz oder gerade wegen dieser Herausforderungen bezeichneten Kritiker schon bei den ersten Aufführungen in den 1920er Jahren die Solostimme als idiomatisch und äußerst dankbar für jeden Solisten. Seither hat sich das Werk als ein "Klassiker der Moderne" in den Konzertsälen der Welt etabliert. (Elmar Juchem, August 2010)
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