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Splitscreens sind heutzutage überall: auf Mobiltelefonen und Displays, auf Computerbildschirmen und als Konfiguration der allgegenwärtigen Videokonferenzen. Diese grafische Gestaltung des mehrfach intern geteilten Bildes hat eine lange Geschichte, die in diesem Buch vor allem mit Blick auf das Kino erzählt wird. Die Entwicklung verläuft von der zentralperspektivischen Logik und damit dem Fokus auf das selbstidentische Subjekt hin zur Verteilung in heterogene und dynamisch reagierende Netzwerke, an deren Knotenpunkten sich nur temporär stabile Entitäten, wenn nicht sogar Algorithmen oder andere Automatismen befinden. Das Buch stellt also den Splitscreen in (film)historischer Perspektive dar und argumentiert zugleich dafür, seine Verwendung zu verstehen als eine mediale Logik, die über den Film hinaus bei einem Großteil der medialen Anordnungen greift. Splitscreens werden als Symptom und Symbol einer breiteren Veränderung der Medienkultur eingeordnet - weg von Konzentration und stabiler Subjekthaftigkeit, hin zu Flexibilität, Modularität, Echtzeit und Feedback.
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