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Vom eigenen und fremden Sterben zu erzahlen, ist popularer denn je. Oft sind es unheilbar Erkrankte, die erzahlend von ihrem nahen Lebensende berichten und es auf diese Weise gestalten. Doch auch Hinterbliebene und professionelle Begleiterinnen und Begleiter erzahlen vom Sterben. Die Lebensendforschung hat die Bedeutung des Erzahlens am Lebensende seit Langem erkannt. Dennoch sind die Eigentumlichkeiten von Sterbenarrativen bislang nur punktuell in den Blick gekommen. Der vorliegende Band lotet das Erzahlen am und vom Lebensende aus unterschiedlichen wissenschaftlichen, ethischen und praktischen Perspektiven aus. Was zeichnet dieses Erzahlen aus? Was unterscheidet Sterbeerzahlungen von breiter angelegten biographischen Narrationen und insbesondere von Krankheitserzahlungen? Ist die Rede von Sterbenarrativen geeignet, die vielfaltigen kontextuell bestimmten Formen des Erzahlens vom Sterben auf erzahlgrammatischer Ebene zu bundeln?